Die Solaranlage produziert Energie, solange die Sonne scheint. Doch was, wenn man diese Energie in Form von Wärme oder Strom nutzen möchte, wenn die Sonne untergegangen ist? Hier kommen die Speicher ins Spiel. Mit Hilfe eines Speichers können Sie die tagsüber gewonnene Leistung in Form von Heizenergie und Strom einlagern, um sie später nutzen zu können.

Da es zwei verschiedene Arten von Leistungserzeugung gibt, nämlich Wärme und Strom, muss diese Energie auch auf zwei verschiedene Arten gespeichert werden. Für Strom sind Batteriespeicher gebräuchlich, die wie ein riesiger Akku funktionieren. Für die erzeugte Wärme gibt es Wärmespeicher, die wiederum in mehrere Arten unterschieden werden können.

Batteriespeicher

Auch die Batteriespeicher unterteilen sich in mehrere verschiedene Typen. Welcher für Ihre Anlage am besten geeignet ist, sollten Sie mit Ihrem Solaranlagen-Anbieter besprechen. Im Grundsatz unterscheiden sich die Systeme darin, ob sie mit Gleichstrom oder Wechselstrom geladen werden.

solarmodul mit batterie

Die Photovoltaikanlage produziert Gleichstrom, aus Ihrer Steckdose jedoch fließt Wechselstrom. Das bedeutet, auf dem Weg von der Anlage bis zu Ihren Elektrogeräten muss der Strom mit Hilfe eines Wechselrichters umgewandelt werden. Die jeweiligen Batteriespeicher sind entweder vor oder nach dem Wechselrichter angebracht und haben unterschiedliche Eigenschaften.

In der Theorie haben die Batteriespeicher, die mit Gleichstrom geladen werden, einen höheren Wirkungsgrad, auch wenn sich das in der Praxis nicht immer bestätigt hat. Diese Batterien, auch DC-Systeme genannt, haben aber den Nachteil, dass sie direkt mit der Photovoltaikanlage installiert werden müssen und daher nicht nachgerüstet werden können.

Anders verhält sich die Sache bei den Wechselstrombatterien oder AC-Systemen. Diese werden direkt am Hausnetz angeschlossen, weshalb man diese auch im Nachhinein noch dem Stromsystem hinzufügen kann. Zu diesen beiden Grundtypen gibt es noch Mischformen, die verschiedene Eigenschaften der beiden Batteriespeicherarten in sich vereinen.

Wärmespeicher

Genau wie der Strom kann natürlich auch die über Ihre solarthermische Anlage produzierte Wärme gespeichert werden. Auch hier können Sie zwischen verschiedenen Speicherarten wählen. Am einfachsten sind zwei Typen zu unterscheiden: Kurzzeitspeicher und Langzeitspeicher. Wie die Namen schon verraten, ist hier der entscheidende Faktor, wie lange die Wärme gespeichert werden soll.

Von Kurzzeitspeichern spricht man, wenn die Wärme nur über einige Minuten bis hin zu wenigen Tagen gespeichert werden soll. Langzeitwärmespeicher können Wärme bis zu mehreren Monaten speichern.

Für die Umsetzung beider Speicherarten bieten sich zahlreiche Methoden an. Für den Privathaushalt ist der Langzeitwärmespeicher der häufiger eingesetzte, da so der Eigenverbrauch der Solarthermie-Anlage stark erhöht wird. Oft werden Wassertanks als Wärmespeicher eingesetzt. Das kann man sich stark vereinfacht als riesige Thermoskanne vorstellen. Das Wasser oder eine andere Flüssigkeit mit ähnlichen Eigenschaften wird in einen gut gedämmten Tank geleitet, wo es mit sehr geringem Wärmeverlust auf seinen Einsatz wartet.

Die am häufigsten eingesetzte Form von Kurzeitspeichern sind Speicherheizgeräte, allerdings wird bei diesen elektrische Energie in Wärme umgewandelt. Diese Geräte sind auch als Nachtspeicheröfen bekannt. Sie eignen sich allerdings nicht dafür, die von Ihnen produzierte Wärme zu speichern, sondern eher, Ihren überschüssigen Solarstrom in Wärme umzuwandeln.

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